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Montag, 11. Juli 2011

kalt + naß = super licht!



Vor drei Wochen habe ich das österreichische Elektro-Duo KONEA RA für ihr neues Album fotografiert. (Erscheinungstermin September 2011)
Wir haben uns für eine Location im Waldviertel entschieden. Was mich (erfrorenen Menschen) die, bereits verstauten, Wintersachen wieder hervorkramen lies...
Ich hab mich auf sehr schlimmes Wetter eingestellt aber gekommen ist es noch schlimmer!
Sinnflutartige Regengüsse und Temperaturen um 10 Grad haben das Shooting zu einem der härtesten werden lassen und unser Team eng zusammengeschweißt!

Danke Caro, Luca, Markus, Georg und Marisa für euren wetterfesten Einsatz und ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Matthias und Stephanie von Konea Ra für ihr Durchhaltevermögen!

Hier ein paar Backstage-Bilder.
(eine kleine Auswahl der Ergebnisse kann hier bestaunt werden.)










Dienstag, 26. April 2011

englischer barde in tirol und peruanische trinität in wien





Weil über Ostern ein wenig abgetaucht, hier verspätet, aber sehr interessant, einige Termine (verbunden mit unseren play-MitspielerInnen):

Wer sich gerade oder bis Anfang Juli in oder um Innsbruck herum befindet, dem sei die Produktion „Othello“ im Großen Haus des Tiroler Landestheaters in Innsbruck ans Herz gelegt. In der Rolle der Desdemona Laura Garde, die bei unserem Diplomprojekt play mitgewirkte.

Am 29.April findet die letzte Vorstellung dieses Monats statt. Weitere Termine:

7., 19., 20. Mai

9., 10., 12. Juni

1. und 3. Juli jeweils um 19.30 Uhr

Regie – Michael Gampe, Bühne – Karl-Heinz Steck, Kostüme - Christine Brandi

Othello - Harald Windisch, Desdemona - Laura Garde, Brabantino - Helmut A. Häusler, Jago - Klaus Rohrmoser, Emilia - Ute Heidorn, Cassio - Pascal Gross, Bianca - Elli Wissmüller, Rodrigo - Gerhard Kasal, Der Doge - Günter Lieder

Alles weitere auf Website des Landestheaters hier!



Außerdem können wir auch eine weitere Veranstaltung der Initiative Lateinamerika ankündigen:

Am 3.Mai, kommenden Dienstag, 3. Mai 2011um 20 Uhr spielt das Trio Jarana im „Aera“ in Wien.

„Jarana“ ist das Wort, das an der Küste Perus die traditionellen Feiern mit Musik und Tanz der Kreolen bezeichnet. Das Trio Jarana ist auf die Afroperuanische Musik und die Musik der Kreolen an der Küste Perus spezialisiert. Die Musik der Anden, Musik anderer Länder Lateinamerikas und Eigenkompositionen machen das Repertoire des Trios vielfältig.

Chirstiam Jurado Alaba - vocals, cajon, pan pipes, Gonzalo Manrique – guitar, vocals, Daniel Portillo – percussion, vocals

www.initiativelateinamerika.org Kontakt: latinjazz@initiativelateinamerika.org

Mittwoch, 13. April 2011

das veilchen.





Unsere Kathi hat ein Veilchen.

Nämlich keines, das Teil des großen Florareiches ist und dort seinen Platz als krautige, violette Pflanze beschreibt, sondern vielmehr ein richtig hübsches blaues* Auge! Brutal gesagt: ein Hämatom.



Kathi verteidigte unlängst ihre Gang tapfer und trat als siegreich aus dem Kampf gegen diese wilden digital bitches hervor.

Sie trug einzig und allein dieses zeitlich begrenzte Mal davon – und das wurde in passender Atmosphäre festgehalten (in Anlehnung an den großartigen Jailhouse Rock).

(Auf FILM, versteht sich.)

* eher violett-gelbes




Samstag, 26. März 2011

feature: play/aurelia tschida



Eine unsere weiteren Mitspielerinnen ist Aurelia Tschida, die ihr Studium - Jazztrompete an der Konservatorium Wien Privatuniversität - vergangenen Herbst abgeschlossen hat. Als langjährige gute Freundin ist sie ein geübtes Model vor der Kamera und so entstanden mit ihr bereits einige schöne Portraitserien. Dass sie als Musikerin in Ausbildung an unserem Diplomprojekt play teilnahm, war daher sehr passend. Für ihr Engagement an unserer Arbeit damals ist die analoggang sehr dankbar!

Aurelia organisiert derzeit unter anderem Veranstaltungen für den Verein Initiative Lateinamerika.

Die Initiative Lateinamerika ist ein Verein, der sich der Völkerverständigung widmet. Wir wollen die Lebensräume und Kulturen Lateinamerikas und Europas einander gegenseitig näher bringen. Der Verein besteht seit dem Sommer 2008. In unseren ersten eineinhalb Jahren haben wird die Basis für einen kontinuierliche Vereinsarbeit geschaffen. In Zusammenarbeit mit MusikerInnen aus Österreich, Europa und Lateinamerika und mit der Unterstützung der Gemeinde Wien werden seit Beginn 2010 unter dem Motto Initiative Latin Jazz monatliche Konzertabende gestaltet.

Die Website des Vereines: initiativelateinamerika.org

oder direkter Kontakt zur ihr: kontakt@initiativelateinamerika.org


In diesem Rahmen findet die kommende Veranstaltung am Dienstag, 5. April 2011 statt, nämlich diese:

FLORIAN NENTWICH QUINTETT special guest: Richard Oesterreicher

Musik kennt keinen Generationenkonflikt...

Dem aufstrebenden Pianisten Florian Nentwich ist es gelungen, in seinem Quintett junge Musikerpersönlichkeiten um sich zu scharen, die das Publikum ebenso durch herausragende solistische Leistungen, als auch durch ihr besonderes Gespür für das Zusammenspiel begeistern. Im Rahmen der Initiative Latin Jazz darf die junge Band diesmal ein besonderes Highlight präsentieren: special guest des Abends ist niemand geringerer als die heimische Jazz-Koryphäe Richard Oesterreicher, der schon einmal das Publikum im Aera beeindruckte.

Leidenschaft für Latin und Spaß am Spiel...

Gemeinsam gestaltet die Band ein Latin-Programm, dem es an weder an Überzeugungskraft, noch an Abwechslung fehlt: Kompositionen wie Wayne Shorters „Infant Eyes“ liefern den passenden Kontrast zu energiegeladenen Arrangements von Chick Corea, Gary Burton, Horace Silver u.a.

Florian Sighartner - violin Benjamin Daxbacher - alto sax Florian Nentwich - piano Sebastian Küberl - bass Judith Schwarz - drums Richard Oesterreicher – harp


Dienstag, 05.04.2011

Beginn: 20:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

im Aera, Gonzagagasse 11, 1010 Wien

Freitag, 25. Juni 2010

wer hat unser Herz gestohlen? heart gone missing!





Vor ein paar Wochen hat ein ausgesprochen lieber Mensch seiner/ihrer Liebe für den Photoautomaten Ausdruck verliehen und ein wunderschönes großes rotes Herz zwischen "h" und "o" am Leuchtkasten angebracht. Wir waren ganz gerührt ob dieses Liebesbeweises! Merci! Seit einigen Tagen nun schon vermissen wir das Herz, da es sich scheinbar aus dem Staub gemacht hat.

Was ist passiert? Wo ist es hin verschwunden? Sachdienliche Hinweise an wien@photoautomat.de oder bitte im Automaten hinterlassen. Wir würden uns sehr freuen wenn wir das Herz noch zurückgewinnen könnten.


Rooney haben bereits einen Song darüber geschrieben...







English version starts here --->

A few weeks ago we got very touched by a self-adhesive heart that someone who must be extremely lovely attached to our beloved photoautomat. Merci! Unfortunately and terribly incrompehensible the heart went missing. Rooney even wrote a song about it.

What happened? And most importantly what can we do to win it back? Please send any hints that could lead to a reconnaissance to wien@photoautomat.de or leave them in the photoautomat.

Thank you!


photo(C)kristina satori

Montag, 15. Februar 2010

metropolis



Freitag Abend war es endlich soweit: die 60. Berlinale wurde mit der Liveübertragung (ARTE) der, von mir mit Hochspannung erwarteten, zweiten Uraufführung von Fritz Langs Metropolis eröffnet.

Zweite Uraufführung? Genau! Denn bereits 1927 war Metropolis im, heute würde man wohl "director's cut" sagen, in Berlin uraufgeführt worden. Der damals 154 Minuten lange Film kam beim Publikum allerdings weniger gut als erwartet an, weswegen sich die damalige Produktionsfirma dazu entschied, ihn auf eine ca. 25 Minuten kürzere Version zu schneiden.

Nur dem Umstand, dass ein argentinischer Verleih eine Kopie des Films bei der ersten Uraufführung gleich vor Ort kaufte, ist es zu verdanken, dass eben diese Version vor zwei Jahren von Paula Félix-Didier, Leiterin des Filmmuseums in Buenos Aires, dort wieder entdeckt werden konnte. Alle anderen vollständigen Versionen waren in der Zwischenzeit zerstört worden.

Die Zeit hat an dem in Argentinien wieder entdeckten Material allerdings derart starke Spuren hinterlassen, dass man, selbst nachdem diese Teile in den letzten beiden Jahren unter enormen finanziellen Aufwand in Deutschland restauriert worden waren, die Zerstörung immer noch deutlich sieht. Dennoch ist dieses Material wunderschön und - da man ihm das Alter und die Strapazen ansieht - irgendwie auch passender.

Metropolis gilt heute nicht nur als der erste Science Fiction Film der Filmgeschichte, sondern auch als wichtiges Kulturgut. Als erster Film überhaupt wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Apropos Kulturgut: Für Wien war Metropolis auch ein wichtiger Film, denn nicht nur Fritz Lang wurde hier geboren und verbrachte viele Jahre seines Lebens hier, 1925 bis '26 drehte man einige Szenen von Metropolis auf dem Gelände der ehemaligen Wienerberger Ziegelwerke sowie in den dort benachbarten Filmstudios.

Einige Quellen äußern sich jedoch kritisch darüber, dass man zur Besetzung billiger Komparsen vor allem auf Arbeitslose und schlecht ernährte Kinder zurückgriff, die stundenlang im eiskalten Wasser Szene für Szene wiederholen mussten. Dass Fritz Lang selbst von seinen Hauptdarstellern Übermenschliches erwartete, war hinlänglich bekannt. Auch Brigitte Helm, die die Maria in Metropolis mimte, bekam das zu spüren. So soll sie in ihrem hölzernen Kostüm mehrere Male kollabiert sein und auch das technische Team des Films musste unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten.

Doch zurück zum Film: Die Geschichte, die erzählt wird (das Drehbuch stammt von Langs damaliger Ehefrau Thea von Harbou), ist einfach und auf verschiedenste Weise bereits tausende Male erzählt worden, dennoch ist sie universell und zeitlos - behielt also bis heute ihre Gültigkeit.

Aber nicht nur allein das zeichnet diesen Stummfilmklassiker aus, sondern vor allem die einzigartige Ästhetik der Bühnenbauten, der Ausstattung sowie die Kameratechnik. In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Fritz Langs Film bahnbrechend und über die folgenden Jahrzehnte blieb Metropolis Inspirationsquelle für unzählige Filme und Musikvideos (z.B.: Blade Runner von Ridley Scott oder Tim Burtons Batman).

Als Kind der 80er erinnere ich mich an unglaublich viele Referenzen an Metropolis in der Popkultur jener Zeit, allen voran in den Musikvideos zu Queens Radio Gaga (Regie: David Mallett, 1984) und Madonnas vier Minuten kurze "Fassung von Metropolis": Express Yourself (Regie: David Fincher, 1989).











In beiden Fällen wird sehr deutlich auf den Film als Quelle hingewiesen. Am Ende des Videos von Queen sieht man "Thanks to Metropolis" eingeblendet und am Ende von Madonnas Video steht "Without the heart there can be no understanding between the hand and the mind." - ein Zitat aus Metropolis (im Film heißt es: "Der Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein."), das im Laufe des Films immer wieder zu lesen ist, und sich deshalb stark in den Köpfen der Zuseher einprägt.

Fritz Langs Werk hielt unter anderem auf diese Weise auch Jahrzehnte nach seiner Produktion immer noch und von manchen unbemerkt Einzug in den gegenwärtigen Mainstream. Und so geschah es, dass selbst wenn man den Film noch nie gesehen hat, man dennoch zahlreiche Elemente daraus kennt.

Die Übertragung am Freitag war ein einzigartiges Erlebnis, nicht nur da der Inhalt des Films durch die nunmehr hinzugefügten Szenen um einiges mehr an Tiefe und Emotion gewonnen hat, sondern auch, da der Dirigent Frank Strobel die Originalpartitur (von Gottfried Huppertz) zu der neu geschnittenen Fassung gänzlich neu aufbereitete und diese mit dem Sinfonieorchester Berlin im Friedrichstadtpalast live und bildgenau einspielte.




--> ENGLISH VERSION STARTS HERE:


This years Berlinale - Berlins very own international film festival and by the way the sixtieth edition of it - was opened by a long awaited live screening of Fritz Langs silent movie Metropolis. It was Metropolis' second première in Berlin. The first took place in 1927 when the film was shown in its 154 minutes long original version. (The movie was cut to an approximately 25 minutes shorter version since the audience back then didn't appreciate the film at first.) It remained shown as that shorter version for the last eight decades. The cut out material got destroyed.

In 2008 Paula Félix-Didier, head of the filmmuseum in Buenos Aires, found the missing material. It was a lucky coincidence that an Argentinian contributor had bought Metropolis right after its première in 1927 and immediately flewn the rolls to Argentina. Those rolls were long time forgotten but eventually turned out to be the only original director's cut left of the film.

The rediscovered material almost got ruined by dust and scratches and eventhough it was restored by experts for the past two years (costing an unbelievable amount of money) it is still in a very fragile condition. But that works for me - it's more charming and authentic that way and therefore fits its own story pretty well.

Metropolis is regarded to be the first Sci-Fi movie of its kind and in addition to that it is often titulated as a cultural asset. The UNESCO just announced it to be a part of the "Memory of the World" and made Metropolis the first movie ever in that category.

The movie also has a deeper cultural connection with Vienna since the Austrian director Fritz Lang was born and raised there. Besides that several scenes of Metropolis were shot at Wienerberger Ziegelwerke (then famous brickmaker factory in Vienna) and the filmstudios near by.


Metropolis also had to face a lot of criticism and was overshadowed by it throughout the years. Rumor has it that most extras were unemployed people and children who literally had to perform superhuman feats for very little money. Brigitte Helm, who played the female leading role, collapsed several times inside of her wooden costume etc. Fritz Lang was known as a tyrant on set long before Metropolis got filmed.

But let's get back to the content:
The screenplay written by Thea von Harbou - Fritz Langs then wife - tells a very familiar story that has been told a thousand times yet still is universal and classic and therefore remains valid at present. What's really special about this silent movie is the unique and futuristic aesthetics of the stages and the camera technique used. At the time the movie was made Metropolis was groundbreaking and remained a source of inspiration throughout the following decades. Numerous movies and music videos used it as a reference. Ridley Scotts Blade Runner and Tim Burtons Batman are just the two most obvious.

I remember Metropolis quotations really bursting out of the '80s pop culture. Take Queens Radio Gaga (directed by David Mallet in 1984) or Madonnas four minute "version" of Metropolis, the music video to her 1989 single Express Yourself (directed by David Fincher). (Please scroll up to the German version to take a look at those videos.) These two videos clearly pointed out their source. At the end of Madonnas video an insert comes up that says: "Without the heart there can be no understanding between the hand and the mind." (while the movie reads: "Der Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein.").

This way Fritz Langs movie found its way into pop culture almost unnoticed by some of us which led to the result that even if you'd never watched the film you are still aware to some of its elements - may they be visual or in terms of its content. Metropolis seems familiar.

Fridays screening was a very exciting one-of-a-kind experience. The "new" scenes added a lot more depth and emotion to the movie. Conductor Frank Strobel arranged the original score (by Gottfried Huppertz) with the Sinfonieorchester Berlin who played live exactly fitting the pictures. Brilliant!